Das Geheimnis von gutem Espresso
02. Dezember 2010Wer denkt nicht bei einem guten Espresso an Italien. Klar, den Italienern hat man die Entwicklung des Espressogetränks und der zugehörigen Maschinen zu verdanken. Doch längst kommen sehr gute Espresso- und Kaffeequalitäten auch aus Deutschland – und dazu auch die Ausstattung und die Meister der Kaffeezubereitung, die Baristi.
Wer einen richtigen Espresso zubereiten möchte, benötigt zur Herstellung eines solchen auf jeden Fall eine so genannte Siebträgermaschine. Umgangssprachlich wird diese auch gerne Espressomaschine genannt. Der Siebträger nimmt sieben bis neun Gramm Kaffee- bzw. Espressomehl auf, und bei einer Wassertemperatur von 90 bis 95 Grad Celsius und einem Brühdruck von etwa neun Bar können die Fette und Öl optimal aus dem Kaffeemehl geschwemmt werden. Die Fette und Öle in der Bohne sind wichtige Aromaträger. Dabei sollte der Durchlauf des Wassers keinesfalls länger als 30 Sekunden dauern, damit die Bitterstoffe und Säuren im Kaffeemehl verbleiben und nicht in die Tasse ausgespült werden.
Auch für den Einsatz im Haushaltsbereich lassen sich mittlerweile anständige Maschinen finden. In jedem Fall ist bei der Anschaffung einer Espressomaschine für den Haushaltsbereich eine Siebträgermaschine einem Kaffeevollautomaten vorzuziehen.
Wer über die geeignete Kaffeemaschine entschieden hat, sollte die die Qualität beeinflussenden Komponenten zur Herstellung eines wirklich hervorragenden Espressogetränks berücksichtigen. Dazu zählen Kaffeequalität, Umgebung und Luftfeuchtigkeit, Maschine und nicht zu letzt der Faktor Mensch, der für das Ergebnis der Zubereitung maßgeblich entscheidend ist.
Wenn der Kaffeemaschine eine scheinbar enorme Bedeutung beigemessen wird, dann nur als grundlegender Faktor. Von nicht minderem Einfluss auf die Espressoqualität sind der Kaffee, als Espresso geröstet – und das fachmännische Können des Baristi. Ein Espresso besteht nicht selten aus einer Mischung ausgewählter Arabica- und Robustabohnen, die im Verfahren der Langzeitröstung geröstet wurden. Mittels des Langzeitröstverfahrens haben die Kaffeebohnen optimal Zeit, sich in der Rösttrommel zu entfalten und zu entwickeln. Die Aromen bleiben in der Kaffeebohne und werden nicht schon während des Röstens zerstört. Auch das Rösten verlangt einen wahren Meister, ebenso wie die Zubereitung eines Espressogetränks.
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